Was tatsächlich hinter „Schreib über die Dinge, mit denen du dich auskennst“ oder verkürzt: „Schreib, was du kennst“ steckt

Hinter vielen Allerweltsweisheiten und ebenso hinter Schreibweisheiten, tatsächlichen und vermeintlichen, steckt meist (immer?) eine andere Wahrheit oder zumindest eine Ursache. Manchmal hilft es ungemein, wenn man solche Dinge hinterfragt. Nicht selten nämlich werden sie dann klarer und man kann etwas mit ihnen anfangen. Eben mit ihnen arbeiten. Vor ein paar Tagen ist mir klar geworden — eine eher banale Erkenntnis, aber dennoch interessant für mich –, was tatsächlich damit gemeint ist: Man solle über die Dinge schreiben, mit denen man sich auskennt. Ein Lehrer schreibt übers Lehren, ein […]

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Meine Top 10 der Filme & Meine Top 7 der TV-Serienstaffeln

Meine Top 10 der FilmeInhalt dieser SeiteMeine Top 10 der FilmeMeine Top 7 der TV-Serienstaffeln (die 2017 im Kino gelaufen sind) Klar kann man Filme nicht so aufreihen, aber, he, jeder liebt Listen, oder? Ja, das sind vor allem Blockbuster. Liegt auch daran, dass ich nur noch in Filme gehe, die im Original laufen (sofern Englisch). Und an unserem Programmkino ums Eck, das nur noch Kram bringt oder Originale zu nachtschlafener Zeit … 10. Blade Runner 2049 9. Guardians of the galaxy, Vol. 2 8. Baby Driver 7. […]

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Ist Ihr Roman fehlbesetzt?

Keine Sorge, ich meine nicht die Rolle des Autors 😉 Zu viele Filme jedoch vermasseln dem Zuschauer durch den falschen Mann, die falsche Frau in einer Schlüsselposition des Ensembles das Filmerlebnis. Epische Fehlbesetzungen der jüngeren Zeit sind etwa Jennifer Lawrence als Mystique in den X-Men-Filmen und als Katniss in den Tributen von Panem. So gut Lawrence als Schauspielerin ist, so schlecht ausgeprägt ist ihr Körpergefühl. Bei den Hungerspielen zeigt sie, obwohl ihre Rolle eine sportive Amazone verlangt, sehr oft, wie ungeschickt sie sich im Wald bewegt und dass […]

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Das unrühmliche Ende von Tyrion Lannister?

So sehr ich das Wiedersehen mit den Charakteren von »Game of Thrones« auch jetzt in der siebten Staffel genieße, so sehr bedaure ich das Verblassen des einstmals interessantesten Charakters der Serie: Tyrion Lannister. Nach seiner Flucht aus Westeros ist Tyrion erst zum uninteressanten Dauerbetrunkenen geworden und dann, noch schlimmer, zum Dauerlangweiler. Liegt es an George R. R. Martin oder an den Machern der TV-Serie? Ich hoffe auf Letzteres und daher auf »The Winds of Winter«, dem irgendwann hoffentlich mal erscheinenden sechsten Band der Buchreihe. Tyrion ist inzwischen, in […]

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Was macht eine Story dicht?

Nein, es sind nicht Dichtungsringe aus dem Bauhaus. Das Wort „dicht“ hat hier tatsächlich eine Bedeutung. Erschreckenderweise ist nicht allen Autoren klar, dass Wörter und Sätze tatsächlich eine Bedeutung haben, sonst würden sie nicht so unbedacht mit überflüssigen Wörtern oder Begriffen um sich werfen, die nur so grob und tendenziell das treffen, was sie sagen wollen. Was zugleich ziemlich ironisch ist. Ein dichter Roman ist einer mit einer eng gewebten Story, sprich: Die einzelnen Erzählfäden berühren einander immer wieder und laufen dich nebeneinander her. Wie etwa in Peter […]

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Vom unsäglichen Ersatz des Wortes „sagte“

Über Sprecherzuordnungen in Dialogen ………. Dialoge gehören nicht dem Autor, sondern den Charakteren. Wann immer der Autor aber ein anderes Verb als »sagen« benutzt, um den Sprecher zu benennen, reißt er den Dialog an sich. »Oh, wie ich dich begehre«, säuselte sie zärtlich, »wie ich mich nach dir verzehre.« Der Autor kennt zwar seinen Endreim, aber er kommentiert das Gesagte, und zwar gleich zwei Mal: Dass sie säuselte, ist Kommentar Nummer eins, der Autor tritt einen Schritt vom Dialog zurück und wirft einen Blick darauf. Der Leser ist […]

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Schreibtipp / Stiltipp: Eine gewagte These zu Adverbien — und eine Art Rehabilitation

Heute an einem neuen Ford Edge vorbeigekommen. Auf dem Wagen stand Werbegedöns, etwas mit „innovativ“. Das Adjektiv hatte auch ein Adverb vornedran. Bezeichnend, dass ich mich an das Adverb nicht mehr erinnern kann, mehr noch: Es liefert ein Indiz für die Richtigkeit meiner Hypothese. Zu der komme ich gleich. Adverbien sind bei vielen stilbewussten Autoren in Verruf geraten. Stephen King hasst sie. Ich versuche sie zu vermeiden und spreche mich meistens gegen sie aus. Bis heute. Falls meine Hypothese stimmt, könnten Adverbien durchaus ihre Berechtigung und ihre Wirkung […]

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Warum kann ich Plotpoint 1 nicht sehr viel früher & Plotpoint 2 nicht sehr viel später setzen?

„Warum kann ich Plotpoint 1 nicht sehr viel früher & Plotpoint 2 nicht sehr viel später setzen?“ So die Frage eines Lesers von „Plot & Struktur“ ……………… Hier meine Antwort: Ich weise in „Plot uns Struktur“ darauf hin, dass die Angaben der Stellen für Meilensteine keine Vorgaben sind, sondern Empfehlungen, die sich aus dem ergeben, was Leser gewöhnt sind und was erzählerisch funktioniert. Wenn Sie einen guten Grund haben, davon abzuweichen, sollten Sie das tun. Außerdem erwähne ich auch, dass das 3-Akte-Schema nur eine von vielen möglichen Strukturen […]

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Erwartungen übererfüllen — was heißt das eigentlich so genau?

In Richard Laymons Roman Funland, einem Horror-Roman, findet sich ein schönes Beispiel dafür, wie Sie als Autor mit Erwartungen Ihrer Leser spielen können. In der ersten Romanhälfte betritt eine der Hauptfiguren, Jeremy, ein Kuriositätenkabinett. Darin gibt es unter anderem eine riesengroße Spinne (von der Größe eines Hundes). Die Spinne scheint tot zu sein. Jeremy ist sich nicht sicher. Aber da die Spinne einfach so im Raum steht, geht er mal davon aus. In der Szene bewegte sich die Spinne auch nicht. Der Leser erwartet, dass die Spinne noch […]

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Warum lesen Menschen Fantasy-Romane?

Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Denn nicht nur sind die Leser und deren Interessen sehr unterschiedlich. Die allgemeinen Interessen sind Moden unterworfen und verändern sich im Lauf der Zeit. Für viele Leser von Fantasy ist ein wichtiger Aspekt die Nostalgie. Diese betrifft vertraute Arten von Charakteren bis hin zu verklärten Lebenswelten wie die des Mittelalters. Das wird von den Verlagen bedient und verstärkt sich daher wechselseitig. Während in der Hochzeit des Sword-and-Sorcery oder High-Fantasy in den 1970ern für viele Leser noch die Faszination neuer Welten […]

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