Category Archives: Drama

Was ein untreuer Werbemensch, Zombiejäger und Catweazle gemein haben

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dramatischer Ironie Einer dieser erzählerischen Kniffe, von denen Leser nicht genug bekommen können, ist die dramatische Ironie. Kurz gesagt: Der Leser weiß mehr als der Charakter, in dessen Perspektive er sich gerade befindet. Logisch, dass so etwas Menschen gefallen muss. Sind wir nicht alle kleine Besserwisser? (Nein, ich nicht, ich bin ein

Read More

Der Leser macht, was Sie wollen (der Held sowieso)

Chancen und Risiken der Recherche – und der Bavelas-Effekt Der Autor als Manipulator In seinem Buch »Du machst, was ich will« (Ariston 2013) erläutert Volker Kitz anhand von Beispielen aus seiner Zeit als Lobbyist spannende psychologische Erkenntnisse vor allem zur Manipulation von Meinungen. Wann immer Sie als Autor das Wort »Manipulation« hören, sollten Sie aufhorchen.

Read More

Der erste Streich, äh, Akt Ihres Romans

Michael Arndt, Autor von »Toy Story 3« zeigt Ihnen, wie Sie einen ersten Akt schreiben Eine bewährte Möglichkeit, einen Roman zu beginnen und den ersten Akt zu schreiben, zeigt uns Michael Arndt, Autor des Drehbuchs von »Toy Story 3«, am Beispiel dreier Animationsfilme. Ein sehr vergnügliches Video mit Lern-Garantie, allerdings auf Englisch: http://drama-blog.de/michael-arndts-erster-akt/ Ich habe

Read More

Die Erzählperspektive — Abschließend geklärt (Teil 2 von 2)

[Der erste Teil des Artikels steht hier …] Dass Autoren die Erzählperspektive häufig wechseln, hat vor allem zwei Gründe. Keiner davon ist ihnen bewusst, sonst würden sie diese überflüssige Lese-Erschwernis unterlassen. 1. Grund: Autoren wechseln die Perspektive so häufig, weil sie es können. »Because I could« war übrigens auch die Begründung, wieso der damalige US-Präsident

Read More

Mehr Shakespeare wagen!

So schreiben Sie Feuer und Flammen Folgendes Zitat hat mich zum Artikel von heute inspiriert. Ich hoffe, es inspiriert auch Sie: Das unerbittlich Theaterhafte des Londoner Lebens ist in Shakespeares Werk enthalten. Seine Welt ist blutrünstig, und seine Figuren sind prall von Witz, Neugier und Anmaßung, als wüssten sie, wie begrenzt ihre Zeit ist. Sie

Read More

Ich 2.0

Warum und wie Entscheidungen des Protagonisten Ihren Roman besser machen Zu den wichtigsten und zugleich kritischsten Momenten in einem Roman gehören Entscheidungen. An Wendepunkten können Sie die neue Richtung vorgeben, in die der Protagonist die Geschichte von da an treiben will. Beispiel: »Ich werde die Sicherheit meines Hauses verlassen und mich auf den Weg machen

Read More

Loyalität und die von Pfeilen gespickte Hure

So belegen Sie Motive und Themen Wiederkehrende Motive sind ein auch auf schriftzeit.de wiederkehrendes Thema. Wie in der Musik verleihen sie einer Geschichte eine Geschlossenheit über einen längeren Zeitraum und viele Veränderungen und Variationen hinweg. Zudem bilden sie einen emotionalen Anker – an anderer Stelle gelernte Gefühle werden beim Wiederaufgreifen des Motivs erneut angesprochen und

Read More

Carl Coyote und der bindungsunfähige Mann

Müssen Roman-Charaktere sich verändern? Damit ein Roman überzeugt und mitreißt, muss der Leser den Eindruck gewinnen, dass die geschilderten Ereignisse bedeutsam sind. Da der Leser nicht selbst als Charakter in der Geschichte lebt, hat er keine direkte Möglichkeit, diese Bedeutsamkeit zu überprüfen. Die braucht er nicht, denn er schickt Avatare ins fiktive Geschehehen: eben die

Read More

Der Schnürsenkel-Zwischenfall und Fellatio im Auto

Warum Unfälle und Krankheiten hochspezifisch sein sollten Heute morgen wollte ich zum Bäcker. Meine Schuhe habe ich mir erst im Hausflur angezogen. Sie aber nicht zugebunden. Das wollte ich an einem Treppenabsatz erledigen. Ich schließe die Wohnungstür und will zu besagter Treppe gehen – und es schlägt mich fast hin. Einer der langen Schnürsenkel hatte

Read More

Den Geliebten gewinnen oder ihn nicht verlieren – ein gewaltiger Unterschied

Mehr Dramatik durch negative Ziele Ein Protagonist braucht ein starkes Ziel. Es funktioniert wie ein Mechanismus, der ihn durch den Roman zieht. Stellen Sie sich das ganz bildlich als Seilwinde vor: Je stärker der Zug, desto eher fegt der durch den Roman geschleifte Held Hindernisse weg – selbst wenn er sich in dem Prozess verletzt.

Read More