Die Macht der kleinen Wörter: Wie Linguistik, Psychologie und das richtige Personalpronomen Ihren Roman besser machen

Wenn unwichtige Wörter wichtig werden ...
Abb.: Sie sehen einen Tiger. Sie sehen nur einen Tiger. Sehen Sie auch den Mann im roten T-Shirt?

Die Macht der kleinen Wörter

Viele Tipps für ihre Schriftstellerei finden Autoren in Schreibratgebern oder bei der Lektüre von Romanen und beim Ansehen von Filmen. Die Inspirationsquelle überhaupt bleibt das Leben selbst. Aber es gibt noch weitere hilfreiche Quellen, die beim Besserschreiben helfen.

Die Macht der kleinen Wörter: Populärwissenschaftliche Studien

Besonders mag ich die Ergebnisse psychologischer Studien – aber bitteschön populärwissenschaftlich aufbereitet. Bevor Sie die Nase rümpfen: Für unsere Zwecke, Romane zu schreiben, eignen sich die auf einen einfachen Nenner gebrachten Forschungsergebnisse häufig besser als hochwissenschaftliche und ambivalente Primärquellen. Denn vergessen Sie nicht: Sie schreiben einen Roman – also weder ein Fachbuch über Klosterbau in der Renaissance noch eine Abhandlung über die Auswirkungen des Borderline-Syndroms bei algerischen Einwanderinnen in französischen Trabantenstädten in den 1970ern. Zwar sollten Ihre Fakten stimmen, wichtiger aber ist, dass Ihre Geschichte sich für den Leser wahr und wahrhaftig anfühlt.
Und: Diese auf den Punkt verdichteten Quellen erlauben einen schnellen Ein- oder Überblick – und Sie können mehr Zeit mit Schreiben als mit Recherchieren verbringen.
Populärwissenschaftliche Texte aus Sachbüchern oder Zeitschriften sind oftmals anschaulicher und dadurch anregender und inspirierender. Außerdem werden natürlich gerne solche Ergebnisse publiziert, die der Intuition oder dem »gesunden Menschenverstand« zuwiderlaufen – also perfekte Möglichkeiten, komplexere Charaktere zu erschaffen und für mehr Überraschungen in Ihrem Roman zu sorgen.

Gut gefallen haben mir unter anderem diese beiden Ratgeber von Volker Kitz und Manuel Tusch: »Psycho? Logisch! Nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie« und »Warum uns das Denken nicht in den Kopf will: Noch mehr nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie«. Beide Bücher sind bei Heyne erschienen.

Die Macht der kleinen Wörter: Die kleinen Verräter

In diesem Artikel soll es um einen Bericht in der ZEIT von Stefanie Schramm gehen: »Wörter: Die kleinen Verräter« (DIE ZEIT Nº 51, 24. Dezember 2014). In der Subhead heißt es vielversprechend: »Gerade die unscheinbarsten aller Wörter erlauben tiefe Einblick in unser Innerstes«. Als Autor ergänzen Sie natürlich automatisch »… und in das Innerste meiner Charaktere«.
Sehen wir uns mal einige der dort erwähnten Erkenntnisse zur Wirkung von Wörtern näher an und behalten die Frage aller Fragen im Hinterkopf: »Was nützt uns das für unseren Roman?«

Der Inhalt eines Gesprächs, so der dort zitierte Psychologe Matthias Mehl, sei meist durch die Gesprächssituation festgelegt. Psychologisch gesehen sei der Inhalt langweilig.

Das ist zunächst keine Einladung, inhaltslose Dialoge zu schreiben. Vielmehr sollten Sie Ihren Blick häufiger und intensiver auf die Psychologie in Dialogen richten. Das kann der Subtext sein – was wird zwischen den Zeilen gesagt, was schwingt mit –, es können aber auch bestimmte Wörter in den Zeilen sein, die eine Menge über den Sprecher verraten.

Die Macht der kleinen Wörter: Traumata

Spannend auch die Erkenntnisse zu Traumpatienten, die ihre traumatischen Erfahrungen aufschreiben sollten. Auch hier war nicht das Loswerden der schweren Ereignisse ausschlaggebend für die Heilung. Sondern die unscheinbaren Wörtchen dazwischen. »Je stärker die Patienten von Text zu Text die Personalpronomen variierten – von ich zu er, sie oder wir –, desto besser ging es ihnen später. Sie wechselten offenbar die Perspektive, und das half ihnen dabei, ihr Trauma zu überwinden.«

Auch Sie als Romanautor können davon profitieren. (Nein, ich weiß, wir alle sind mehr oder weniger von unseren leidvollen Erfahrungen im Buchmarkt traumatisiert, aber hier bleiben wir mal bei den Texten.) Auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht, schließlich werden die wenigsten von Ihnen über einen Protagonisten schreiben, der gerade in einer Therapie ein Trauma loswerden will.
Denken Sie daran: Verwenden Sie die Ergebnisse offen und kreativ, statt sich an den exakten Befunden festzubeißen. Das könnte hier etwa heißen, dass Sie den Helden und den Gegenspieler anders sprechen lassen – der Held wechselt im Lauf des Romans häufiger die Personalpronomen und wird am Ende von seinem »verhängnisvollen Charakterfehler« geheilt. Für ihn ein verdientes Happy End. Sein Gegenspieler hingegen bleibt, sagen wir, dem Pronomen »ich« verhaftet. In Ihrem Roman heißt das: Er verweigert sich der zur Heilung notwendigen Veränderung und muss am Ende dafür büßen.

Die Macht der kleinen Wörter: Männer, Frauen und das Ich

Ein weiterer interessanter Befund aus dem Artikel ergibt sich aus dieser Frage: Wer sagt häufiger »ich«, Frauen oder Männer? Nein, es sind nicht die großen männlichen Egozentriker. Sondern die Frauen. Pronomen zeigen an, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet. Frauen beschäftigten sich anscheinend mehr mit sich selbst, als Männer das tun.

Die Macht der kleinen Wörter: Männer, Frauen, jung und alt

Das sind weitere Befunde:

  • Männer benutzen häufiger die bestimmten Artikel »der«, »die«, »das«. Weil sie häufiger über Dinge und Fakten reden, verwenden sie mehr konkrete Substantive – und die erfordern einen Artikel.
  • Jüngere Menschen benutzen mehr Personalpronomen (etwa »ich« oder »sie«) und mehr Hilfsverben (etwa »können«, »müssen«).
  • Ältere Menschen verwenden mehr Artikel und Präpositionen (wie »in«, »auf«). Der Psychologe Pennebaker erklärt das damit, dass sich im Laufe des Lebens der Fokus verschiebe: Die eigene Person wird weniger zentral gesehen, dafür rücken mehr Dinge aus der Umgebung ins Zentrum.
  • »Menschen mit niedrigem sozialen Status sagen, ganz entgegen unserer Intuition, weit häufiger »ich« als die Mächtigen. Weil, so erklären es sich die Forscher, sie mehr mit sich selbst beschäftigt seien und weniger Gelegenheit hätten, Weisungen zu erteilen – die mit »du« oder »Sie« anfangen.«
  • All diese Befunde helfen Ihnen direkt beim Verbessern Ihres Romans: indem Sie Ihnen Tipps geben, wie Sie bessere und lebensnähere Dialoge schreiben. Ein weiterer Vorteil: Solche Erkenntnisse helfen Ihnen auch dabei, die Sprecher deutlicher voneinander abzugrenzen.

    Die Macht der kleinen Wörter: Über die Forschung hinaus

    Bei diesen Befunden müssen Sie nicht stehenbleiben – und das ist der Vorteil, den wir Romanautoren gegenüber den Wissenschaftlern haben. Sie können sie als Inspirationsquelle für Ihre eigenen Beobachtungen und Vermutungen über das Verhalten von Menschen einsetzen. Indem Sie sich etwa fragen, ob Ihre Protagonistin manche dieser unscheinbaren Wörter eher benutzt, weil das ihrem Charakter entspricht. Oder ob Ihr Schurke häufig »ich« sagt, weil er sich ohnmächtig fühlt und weil diese Ohnmacht bei ihm wesentlicher seine Handlungen und Rede bestimmt als sein Geschlecht. Denn schließlich müsste er als Mann ja weniger häufig »ich« sagen.

    Die Macht der kleinen Wörter: Lügen haben Beine – nicht meine, sondern seine

    Für den Konflikte suchenden Romancier ist folgendes Ergebnis der Forscher aufschlussreich: Lügner sagen viel seltener »ich« als Menschen, die die Wahrheit sagen. Dafür benutzen sie häufiger die von ihnen entfernteren Personalpronomen »er« und »sie«. Das heißt, indem sie mehr über andere reden, versuchen sie, die Aufmerksamkeit von sich und ihrer Lüge abzulenken.
    Und da kein guter Roman ohne eine Menge Lügen und deren gnadenlose Entlarvung auskommt, können Sie damit eine Menge anfangen, stimmt’s? Diese Erkenntnis über das Lügen hat sich in Studien als zuverlässiger erwiesen als alle technischen Detektoren und auch als die Jurys vor Gericht.

    Die Macht der kleinen Wörter: Wörter der Liebe?

    Und für die, die Liebesromane schreiben oder einen Liebessubplot in ihren Roman einweben: Bei einem Speeddating haben die Forscher ermittelt, dass Partner mit einer hohen Übereinstimmung in ihren Funktionswörtern einander doppelt so häufig wiedersehen wollten wie die mit geringer Überschneidung. Wie gut die Pronomen passen, sagt besser voraus, ob Mann und Frau sich wiedersehen wollten, als das die Kandidaten selbst konnten!
    Sprich: Wenn Sie zeigen wollen, wie sich ein Pärchen verliebt, denken Sie nicht nur an die großen Sätze wie »Du hast so wunderschöne blaue Augen«, sondern achten Sie mehr darauf, dass die beiden häufig dieselben Pronomen benutzen.
    Umgekehrt dann beim Beziehungsstreit oder beim Auseinanderfallen einer Ehe. Oder wenn die Antagonistin will, dass der arglose Protagonist sich in sie verliebt … Die Möglichkeiten sind endlos.

    Ich sehe schon, Ihr Hirn rotiert. Dann will ich Sie nicht weiter stören.

    Danke fürs Lesen. Und jetzt weiter im Text. In Ihrem.

    Stephan Waldscheidt

    (c) SW 2015


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    8 comments on “Die Macht der kleinen Wörter: Wie Linguistik, Psychologie und das richtige Personalpronomen Ihren Roman besser machen”

    1. Janett Marposnel Antworten

      Das ist ein Artikel nach meinem Geschmack, lieber Herr Waldscheidt. Vielen Dank für die Anregung. Ich erlaube mir, davon sogleich Gebrauch zu machen:

      Analysiert man Ihre Antwort von 11:55 Uhr, Herr Waldscheidt, und die darauffolgende Antwort der Windsbraut von 15:51 Uhr, kommt man auf ein bemerkenswertes Resultat, denn Sie Herr Waldscheidt benutzen die persönliche Anrede „Sie“ für Windsbraut, wenn ich richtig gezählt habe, sieben Mal und nur zwei Mal beziehen Sie sich auf sich selbst mit dem Personalpronomen „mir“. Windsbraut hingegen verwendet in ihrer Antwort das Pronomen „ich“ oder auch „mich“ acht Mal und die Anrede „Sie“ oder „Ihre“ vier Mal.

      Setzt man diese Zahlen, entsprechend des Artikels aus der „Zeit“, ins Verhältnis zueinander, kommt man zu dem Schluss, dass Sie, Herr Waldscheidt, mehr auf Ihren Gesprächspartner Windsbraut fokussiert waren und Windsbraut mehr auf sich ausgerichtet war, was aus rein pädagogischer Sicht nicht ungewöhnlich ist.

      Nun müssen wir das Erlernte nur noch in unserem Bestseller anwenden und alles ist schön.

    2. HenningM Antworten

      Lieber Stephan Waldscheidt,
      wie immer ein fundierter, trotzdem (!) interessanter Artikel.
      Was lerne ich daraus? Kleinvieh macht auch Mist bzw. macht in der Summe den meisten Mist.
      Natürlich sollte sich jede/r Autor/in nach seinem/ihrem persönlichen Stil richten, weil sonst das Schreiben zur auferlegten Qual wird; aber im Rahmen dessen kann man durch informiertes Überarbeiten ziemlich viel verbessern.
      Am Ende sollte es so weit kommen, dass man nur noch auf Effekt schreibt. Das hört sich nun kalkulierend an – IST es auch. In der (Sozial-/Individual-)Psychologie nennt man das, glaube ich, „manipulativ vorgehen“: das ist der Königsweg in der Literatur, zumindest, wenn die Texte gelesen werden wollen … 😉

      Das Blog ist ein Highlight im Dickicht der Literaturseiten. Machen Sie weiter so! Und – der Autor muss ja überleben 🙂 – man bekommt Lust, sich einmal Ihre Bücher näher anzusehen.
      H. Moneta

    3. Apfelsaft Antworten

      Auch wenn es schwer zu lesen ist, empfehle ich den Pinker-Bestseller: „Der Stoff, aus dem das Denken ist“, da erfährt man auch viel darüber, wie Sprache funktioniert.

      Meistens muss man sich auf populärwissenschaftliche Werke zurückgreifen, um das Ganze verstehen zu können, gerade wenn es um verzwickte naturwissenschaftliche Sachen zu verstehen. Manchmal kann die Ambivalenz einer Primärquelle aber auch sehr nützlich sein, weil es zu einer originellen Geschichte führen kann.

      Wenn wir bei dem Thema Recherche sind, will ich noch mal zum letzten Artikel zurückkommen. Ich glaube, der Roman hätte nicht länger werden müssen, sondern konkreter, präziser und überraschender. Das geht nur über eine intensivere Recherche. Um das Buch also großartig zu machen, hätte es erheblich mehr Aufwand bedurft, nicht nur ein, zwei Jahre Arbeit am Bestseller, sondern vier oder mehr.

    4. Windsbraut Antworten

      Fraglos ein interessanter Artikel, aber für mein Gehirn zu abstrakt. Ein Wechsel der Personalpronomen bewirkt einen Wechsel der Perspektive. Gut, das kenne ich aus meinem Beruf. Aber ein Liebespaar, das im Dialog dieselben Pronomen benutzt? Wie soll das aussehen? Alle Dialogsätze beginnen mit „ich“ oder „du“? Das kann ja nicht gemeint sein. Und ein Protagonist, der anfangs eher „ich“ später mehr „sie“ sagt, weil sein Selbstwertgefühl gewachsen ist? Okay, grundsätzlich verstehe ich den Ansatz zur Charakterentwicklung. Aber auch hier die Frage: Wie soll sich das konkret anhören? Vielleicht bin ich gerade blockiert, aber das kommt mir sehr kompliziert vor.

      • Stephan Waldscheidt Antworten

        Liebe Windsbraut,
        Sie denken mal wieder zu viel. Es geht hier nicht darum, Ansätze eins zu eins umzusetzen. Sondern sich von den Befunden inspirieren zu lassen. Falls das nicht funktioniert, sollten Sie sich keine Sorgen machen. Jeder wird von anderen Dingen inspiriert. Bei mir funktioniert es, aber natürlich nicht immer.
        Mir ging es auch darum, mit dem Artikel Denkanstöße zu geben, keine klaren Handlungsanweisungen. Und auch darum, andere Wege zu zeigen, wie man erst gedanklich und dann beim Schreiben von gewohnten Mustern abweichen kann.

        Wie soll sich so etwas konkret anhören? Probieren Sie es doch einfach mal auf. Improvisieren Sie eine Szene. Hören Sie genau hin, was die Charaktere fühlen und was sie sagen. Vielleicht entdecken Sie die eine oder andere Stelle, wo Sie das im Artikel Gelesene einpassen können. Am Ende sollte es sich für Sie richtig anfühlen. Darauf kommt es an.

        SW

        • Windsbraut Antworten

          Lieber Herr Waldscheidt,
          den Vorwurf, dass ich zu kompliziert denke, kenne ich seit mindestens vierzig Jahren. Auch den, immer ALLES verstehen zu wollen. Was soll ich sagen? Ja, ich denke oft um mehrere Ecken, manchmal zu kompliziert, manchmal innovativ. Und ja, ich will immer alles verstehen, was mich interessiert. Ihre Artikel interessieren mich. Sie regen mich zum Nachdenken an. Und ich werde Ihre Ausführungen ganz bestimmt ausprobieren. Trotzdem könnten Sie diese Thesen vielleicht noch einmal in einem weiteren Artikel plastischer machen. Das ist schließlich eine Ihrer besonderen Qualitäten. 🙂

          • Stephan Waldscheidt Antworten

            Wenn mir etwas dazu einfällt, werde ich das gerne tun. Deshalb, eben aus Gründen der Anschaulichkeit, baue ich meine Artikel meistens um Bücher oder Filme herum auf, ich fange also mit dem Beispiel an.

            SW

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