Emotionen im Roman — Gefühle und Einsätze — Probekapitel aus „Schreibcamp: Emotionen“

Schreibcamp Emotionen Cover (Kreatives Schreiben Arbeitsbuch)


Emotionen im Roman: So machen Sie den Roman für Ihre Leser zu einem emotionalen Erlebnis: Schreibratgeber Schreibcamp Emotionen

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Emotionen im Roman. Probekapitel: Tag 8: Emotionen und Einsatz

Emotionen sind auch daran gebunden, was in einem Konflikt auf dem Spiel steht. Geht es nur um eine Banalität – Heldin Paula und Gegenspieler Frank pokern um Streichhölzer –, bekommt die Spannung den Hintern nicht hoch.
Sobald Sie jedoch die Einsätze anziehen, brummt die Szene vor Hochspannung: In der Pokerpartie geht es jetzt um das Leben von Paulas Ehemann.

Blind die Einsätze zu erhöhen, ist kein Allheilmittel. Es kommt immer darauf an, was die Einsätze für die beteiligten Charaktere bedeuten. Wenn Paula ihren Ehemann hasst, weil er sie vor der Scheidung vergewaltigt hat, ist der vermeintlich hohe Einsatz so hoch nicht mehr.

Dabei sorgt, wie so oft, eine starke Identifikation mit der Hauptfigur für einen klaren Vorteil: Je stärker sich die Leser mit ihr identifizieren, desto eher werden ihre Gefühle auch zu den Gefühlen der Leser. Hier heißt das: Desto eher vollziehen die Leser die Höhe der Einsätze für die Figur nach.

Ihre Aufgabe: Greifen Sie sich eine Szene Ihres Romans heraus, in der die Spannung noch nicht das Niveau erreicht hat, das Sie sich vorstellen. Worum geht es in der Szene? Geht es für den, der die Szene trägt, um viel? Ist das genug? Sorgen Sie dafür, dass es um mehr geht.
Ihre Aufgabe: Brainstormen Sie zehn Möglichkeiten, den Einsatz zu erhöhen. Langen Sie tüchtig hin, übertreiben Sie, werden Sie wild! Die Übertreibungen ein wenig zurückzunehmen ist einfacher, als zu kleine Einsätze größer zu machen.

Ein hoher Einsatz ist keineswegs allein an Spannung geknüpft. Ein Charakter investiert auf die eine oder andere Weise immer Gefühle in etwas – zumindest sollte er das tun.
Emotionen geben Ihnen hier einen effektiven Test an die Hand, mit dem Sie prüfen können, ob Ihr Protagonist stark genug involviert ist, das heißt, ob er sein Ziel unbedingt und um jeden Preis erreichen will. Zeigt er keine oder nur schwache Emotionen, ist sein Interesse nicht groß, sind die Einsätze nicht hoch genug.

Welche Gefühle steckt Ihre Heldin in die Szene, an der Sie gerade arbeiten?
Beispiel: Annemarie ist verärgert darüber, dass der Zusteller nicht pünktlich kommt, obwohl sie ein wichtiges Paket erwartet.

Für eine emotional bewegende Szene reicht das nicht. Geben Sie Annemarie einen Arzttermin dazu, den sie unbedingt wahrnehmen muss, weil ihr sonst die Tabletten gegen ihre Epilepsie ausgehen. Dann vergrößern Sie Annemaries Verärgerung. Diese wird, durch den Termin und das damit verbundene Dilemma, sofort glaubhaft.

Überprüfen Sie alle Szenen, in denen Sie die Emotionen zu schwach finden, auf die Einsätze Ihrer Charaktere. Verinnerlichen Sie, dass es immer um etwas gehen sollte. In jeder einzelnen Szene.

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Und jetzt Sie …


Schreibcamp: Emotionen – Die 29-Tage-Fitness für Ihren Roman (Arbeitsbuch)
EAN/ISBN: 9783847694397
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